Die BürgerBewegung Bergwinkel setzt sich für einen geordneten Ausbau der Windenergieerzeugung statt der Fortsetzung des bisherigen Wildwuchses in unserer Region ein.

Wir fordern daher von der Stadt Schlüchtern die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes, der das Interesse der Bevölkerung an der Bewahrung des Bergwinkels als Natur- und Kulturlandschaft berücksichtigt.

Wir fordern daher auch eine offene Diskussion über Sinn und Unsinn des Umbaus unserer Heimat in eine Industrielandschaft. Hierzu gehört die Auseinandersetzung mit gewissen Mythen & Märchen, mit denen Politik und Medien die Bevölkerung zwingen wollen, den massiven Ausbau der Windenergie als unvermeidlich anzusehen:

1. Windkraft ist sauber – sie nutzt der Umwelt und speziell dem Klima.
=> Was dagegen spricht.

2. Das Opfern natürlicher Lebensräume und wertvoller Kulturlandschaften für den Ausbau der Windenergie ist unvermeidliche Notwendigkeit.
=> Was dagegen spricht.

3. Windkraft und Photovoltaik können kurz- bis mittelfristig Atom und Kohle ersetzen.
=> Was dagegen spricht.

4. Windindustrie nützt der regionalen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze.
=> Was dagegen spricht.

5. Regionale Energieautarkie ist erstrebenswert und ökologisch.
=> Was dagegen spricht.

6. Die „Atomkatastrophe“ von Fukushima gebietet drastische und schnelle Maßnahmen. Wer sich kritisch zur „Energiewende“ äußert, ist Zyniker oder Ewiggestriger.
=> Was dagegen spricht.

7. Erneuerbare Energien sind zukunftsweisend, ihre Förderung nutzt der deutschen Volkswirtschaft.
=> Was dagegen spricht.

8. Durch Windkraftanlagen droht keine Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit.
=> Was dagegen spricht.

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Absurditäten

Im Folgenden seien einige der Absurditäten zusammengestellt, die sich im Zuge der undurchdachten »Energiewende« ergeben:

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Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, zeigt in seinem Vortrag “Energiewende ins Nichts”, dass die bisherigen Lösungsansätze ein Irrweg sind, da sie die gesteckten Ziele nicht erreichen können:

Bezogen auf das Kernproblem der Speicherung volatiler Energiequellen (Wind & Sonne) lässt sich seine Argumentation wie folgt zusammenfassen (ab Min. 34:00):

  • Deutschland hat z.Zt. 35 Speicherkraftwerke.
  • Um den gesamten Windstrom zu glätten und auszugleichen bedürfte es 6.097 durchschnittlicher Speicherkraftwerke.
  • Wenn nicht jede Windspitze aufgefangen werden soll, käme man mit 978 Speicherkraftwerken aus.
  • Beschränkte man sich auf den optimalen Wirtschaftlichkeitspunkt, würde man immer noch 456 Speicherkraftwerke benötigen, über 10x so viel, wie vorhanden sind. Kostenpunkt 100 Milliarden Euro. – Die zwei Atomkraftwerke, die dadurch eingespart würden, hätten 6 Mrd. Euro gekostet.
  • Durch Einbeziehung von Sonnenstrom ließe sich eine gewisse Glättung hinbekommen, da der Output beider Energiequellen gegenläufig ist.
  • Durch die Zusammenrechnung beider Energiequellen ergibt sich ein Mindestbedarf von 385 Speicherkraftwerken.
  • Aufgrund von 25% Prozessverlusten (Energie zum Bergaufpumpen von Wasser) bleibt unterm Strich ein Bedarf von 437 Speicherkraftwerken.
    Hans-Werner Sinn: “Wir werden nicht ein Zehntel davon in Deutschland errichten können, insofern ist diese ganze Idee utopisch.”
  • Die ganze Absurdität dieses Weges zeigt sich allein an folgenden Zahlen: Mit Sonne und Wind ließen sich 3 Atomkraftwerke einsparen, gerade mal ein Viertel der 12 deutschen AKW. Das gilt aber nur, wenn die genannten 400 zusätzlichen Speicherkraftwerke gebaut würden. Die Kosten von 96 Milliarden Euro entsprächen – nur um einmal die Dimension aufzuzeigen – den Kosten von 32 Atomkraftwerken.
  • Private Anmerkung: Dies sind nur die rein monetären Kosten. Die gigantische Landschaftsverschandelung, die mit dem Ausbau der Windkraft einhergeht und durch die massiven Landschaftseingriffe beim Bau von 400 weiteren Speicherkraftwerken noch die Krone aufgesetzt bekäme (Beispiel Goldisthal, Thüringer Wald), ist dabei nicht berücksichtigt.