Die von BBB-Mitgliedern in Auftrag gegebene Überprüfung des von Turbowind bei der Genehmigungsbehörde eingereichten zoologischen Fachgutachtens sowie der Umweltverträglichkeitsstudie ergaben gravierende, teils unfassbare Mängel. Nirgends scheint es um den Vogelschutz zu gehen, sondern einzig darum, diesen zu umgehen.

FAZIT des Gegengutachtens:

Fachgutachterlich werden erhebliche Mängel in zeitlicher wie methodischer Datenerhebung sowie den Schlussfolgerungen gesehen, die nicht belastbar zur Vermeidung von Verbotstatbeständen geeignet sind.

Hier einige der monierten Punkte:

  • z.T. abwegige Erfassungsmethodik, die den methodischen Standards um Jahre hinterherhinkt;
  • Argumentationswirrwarr mit irreführenden bzw. veralteten Beleg-Zitaten “aus der wissenschaftlichen Energiesteinzeit und den Anfängen der Erkenntnis der Konfliktlage von WKA auf Vögel und Fledermäuse”;
  • Überhaupt: Der Verfasser weigere sich “akribisch”, die neueste Literatur und Datenlage zur Kenntnis zu nehmen;
  • Daten wurden vom Erfasser “erheblich beeinflusst … und haben praktisch kaum noch eine Aussagekraft”.
  • Mit anderen Worten: Hier wurde wissenschaftlicher Schrott zum Schaden der Vogelwelt und zur Täuschung der Genehmigungsbehörde abgeliefert, wie sich auch in Folgendem zeigt: Das “Gutachten” bewege sich

im Bereich von Wunschvorstellungen und Behauptungen, die eine angebliche Unbedenklichkeit suggerieren sollen. Die Realität sieht  diametral anders aus.

Hier kann das Gegengutachten heruntergeladen werden (PDF):

Fachliche Stellungnahme des Büros für Faunistik und Landschaftsökologie Dirk Bernd zu den zoologischen Erfassungen sowie zur UVS betr. WKA-Planvorhaben „Windenergiestandort Breitenbach“