Jetzt ist es amtlich: Im Juni belegte die vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Progress-Studie der Universität Bielefeld und mehrerer Öko-Institute die Zahl der Vogel-Kollisionsopfer im Detail. Bei den meisten Vogelarten gibt die Studie Entwarnung, für Mäusebussard und Rotmilan weisen die Forscher allerdings darauf hin, “dass durch den derzeitigen Ausbauzustand bereits Kollisionsraten auftreten, die zu einem Bestandsrückgang führen können”.

Neben den geschätzt 1000 getöteten Rotmilanen pro Jahr müssen wohl zwischen 10.000 und 12.000 tote Mäusebussarde der Windindustrie zugeschrieben werden – was selbst Ornithologen überraschte. Dass laut Progress-Studie sogar bei dem in Deutschland häufig vorkommenden Mäusebussard eine Bestandsgefährdung zu erwarten ist, bedeutet neuen Ärger für die Branche. Denn der Vogel ist so weitflächig verteilt, dass Mindestabstände zu Windkraftanlagen, so gering sie auch immer angesetzt sein mögen, wohl zu einem völligen Stopp des Windkraftausbaus führen würden.

Zitiert aus DIE WELT 21.8.2016: “Signifikant erhöhtes Tötungsrisiko”.

Der Artikel beschreibt auch ein skrupelloses Schwindelgutachten, das an die Praxis des skandalösen “Gutachtens” zum geplanten Windindustriegebiet Breitenbach erinnert. .