Aufkleber So-nicht von VernunftkraftAngesichts sich häufender Meldungen über von Windkraftanlagen ausgehende schwere Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier fordert die BürgerBewegung Bergwinkel einen vorläufigen Stop (Moratorium) des Baus solcher Anlagen in unserer Region,  bis gesicherte Erkenntnisse über deren langfristige Wirkung auf lebende Organismen vorliegen.

Die BBB fordert damit nicht mehr, als was im Windkraft-Vorreiterland Dänemark seit über einem Jahr Praxis ist. Als Ende 2013 dort bekannt wurde, dass bei Nutztieren schon bald nach Aufstellung nur weniger Großwindräder in der Nachbarschaft schwerwiegende Verhaltensstörungen und Krankheitssymptome auftraten, wurde eine staatliche Untersuchung angeordnet. Bis zu deren Abschluß hat ein Großteil der dänischen Kommunen aus Verantwortung für ihre Bürger die Pläne für neue Windparks auf Eis gelegt (s. WELT am SONNTAG 1. März 2015).

Wir fordern, daß auch die Stadt Schlüchtern und ihr Bürgermeister Falko Fritzsch ihre Pflicht zu verantwortungsvollem Handeln wahrnehmen und den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen so lange unterbrechen, bis die Ergebnisse der vom dänischen Ministerium für Gesundheit und Vorbeugung(!) beauftragten Untersuchungen vorliegen, was zum Ende des Jahres erwartet wird. Oder will unsere Stadt im Unterschied zum Großteil der dänischen Kommunen bewußt das Risiko eingehen, daß ihren Bürgern Schaden zugefügt wird? – Die Hinweise auf entsprechende Risiken einfach zu ignorieren, kann für Bürgermeister und Stadtratsmitglieder teuer werden. Wie die  beiden Juristen Prof. Michael Elicker und Andreas Langenbahn Ende letzten Jahres ausführten, kann sich  bei mangelhafter Planung ohne Berücksichtigung der Schutzplicht staatlicher Stellen “sogar die persönliche Haftung der dies ermöglichenden Stadtratsmitglieder mit ihrem Privatvermögen ergeben” (Elicker/Langenbahn: Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen).

Daß Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Windkraftanlagen ausgelöst werden, konnte trotz aller Hinweise Betroffener lange ins Reich der Einbildung und Fabel verwiesen werden – bis Anfang dieses Jahres eine bahnbrechende Studie den Zusammenhang belegte. Kein politisch Verantwortlicher wird sich zukünftig so ohne weiteres aus Verantwortung und Haftungsrisiko stehlen können, zumal sich gerade in letzter Zeit die Berichte von schweren Gesundheitsschäden bei Jungtieren mehren:

Contergan, Asbest, Kernenergie – immer gaben die Politiker grünes Licht, ohne auf frühzeitige Warnungen zu hören. Wir fordern Schlüchterns Stadtpolitik auf, einen anderen Weg zu gehen und  zumindest abzuwarten, bis die dänischen Untersuchungen vorliegen. Erst dann könnten sie – gegebenenfalls – mit gutem Gewissen den weiteren Ausbau der Windkraft im Bergwinkel vorantreiben.

In diesem Sinne argumentierte unlängst auch Prof. Frank Endres von der TU Clausthal in einem Interview, nachdem er die “infame Anmaßung” der Windenergie-Szene angeprangert hatte, “Beschwerden über Infraschall als die Einbildung von Irren darzustellen”:

Zum Schutz der Bevölkerung wäre die einzig logische Entscheidung, bis zu einer abschließenden wissenschaftlichen Klärung den Ausbau der Windenergie mit sofortiger Wirkung auszusetzen bzw. Windkraftanlagen zum Schutz von Leib und Leben nur noch mindestens 10 – 15 km von der nächsten Ortschaft entfernt aufzustellen.”

**********************************************************************************

KEINE POLITIKER & PARTEIEN WÄHLEN, DIE DEN

RAUBZUG AN NATUR, LANDSCHAFT & BÜRGERVERMÖGEN FÖRDERN

**********************************************************************************