Es sind über den Daumen gepeilt genau die Leute, die im Kampf gegen das “Waldsterben” in den 1980er Jahren politisch sozialisiert wurden bzw. im Windschatten dieses Kampfes an die Hebel der Macht gelangten, die dem Wald heutzutage mit Rotorblättern an die Gurgel gehen.

Da können rund 80 % der Bevölkerung der Ansicht sein, dass “für den Ausbau der Windenergie generell keine Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden sollten” – die Ökostalinisten als Wegbereiter der Windkraft-Raffkes interessieren solche Petitessen nicht die Bohne. Die Zerstörung der Wälder mit Windrädern wird ungerührt vorangetrieben, auch wenn eine große Mehrheit der Deutschen dies grundsätzlich ablehnt.  Auch bisher geschützte Mittelgebirge sollen nun in großem Stil verschandelt werden.

Einzelheiten s. Windkraft-Branche will jetzt die Wälder verspargeln (DIE WELT 22.7.2015).

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s.a. Windkraft im Wald – mehr Schaden als Nutzen (Spektrum 12.1.2016)

darin u.a.:

Sogar konkret bestandsbedrohend wird der weitere Ausbau der Windkraft für den Rotmilan, der seinen Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland aufweist und für den die Bundesrepublik daher besondere Verantwortung trägt: 60 Prozent des Weltbestands nisten hier zu Lande, aber “die Bestände des seltenen Greifvogels in Deutschland vertragen einen weiteren Ausbau der Windkraft aller Voraussicht nach nicht”, so der Tenor einer PROGRESS genannten Studie des Bundeswirtschaftsministeriums, die der “Süddeutschen Zeitung” bereits vorab vorlag. Dem Fachmagazin “Erneuerbare Energien” gilt er bereits als neuer “Problemvogel”, da er konkret Ausbaupläne durchkreuzen kann. Der Rotmilan ist kein ausgewiesener Waldbewohner, sondern bevorzugt eine abwechslungsreiche Landschaft aus offenen Lebensräumen und kleinen Wäldern, doch nutzt er Waldflächen, um zu brüten. Wo Windräder aufgebaut werden, wandert er ab oder stirbt durch Vogelschlag an den Rotoren – oder er wird gezielt vergiftet, weil der Greifvogel neuen Anlagen im Weg steht, wie der Bericht der “Süddeutschen Zeitung” nahelegt.

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Die im Regionalplan für Südhessen ausgewiesenen Vorranggebiete für WKAs liegen übrigens zu 90 % in Waldgebieten! (Quelle: Rene Rock (FDP), Mitglied der Regionalversammlung Südhessen).