In Hessen gilt noch immer die überholte, da unflexible 1000-m-Abstandsregel von Windrädern zu Siedlungen. Sie gilt sowohl für alte Mühlen von 60 m wie für moderne WKA von 200 m Höhe. Bekanntlich trägt z.B. Infraschall umso weiter, je höher das Windrad die Landschaft überragt. Zudem entwickeln größere Rotoren ohnehin mehr Lärm.

Fortschrittlicher ist da Bayern, wo Windkraftanlagen weiterhin nur mit einem Mindestabstand von 2 km zur nächsten Siedlung gebaut werden dürfen, wie jetzt der bayerische Verfassungsgerichtshof entschied, s. Bericht auf SPIEGELonline 9. Mai 2016.

Es ist höchste Zeit, die nicht mehr zeitgemäße hessische Regelung zu überprüfen. Auch aus diesem Grund fordert die BBB ein Moratorium für den Bau neuer WKA, bis diese und ähnliche kritische Fragen geklärt sind.