Herr Dr.  Michael Bloch aus Breitenbach hat seine Eindrücke von der Informationsveranstaltung des Bürgermeisters und Turbowind am vergangenen Montag (s. weiteren Bericht) formuliert und dabei den Finger auf den Hauptpunkt des ganzen Windkraftwahnsinns gelegt: Unsere Landschaft wird zerstört, weil dank einer aberwitzingen Subventionspolitik Windräder nicht dort installiert werden, wo viel Wind weht, sondern wo die Gemeinden pleite sind (Enoch zu Guttenberg). Mit anderen Worten: Weil sich für die Subventionsabsahner auch Schwachwindstandorte lohnen, da die Allgemeinheit gesetzlich gezwungen wird, für Anlagen zu löhnen, die wenig Energieeintrag bringen. Das wissen diese Leute auch ganz genau, wie man z.B. auf dem Podium am dauerverpeinten Gesicht von Imke Werner ablesen konnte, der fürs Durchdrücken der Baugenehmigungen Verantwortlichen bei TurboWind.

Hier nun der Beitrag von Dr. Bloch:

Windgeschwindigkeit für Turbowind nicht ganz wichtig

Bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung der Stadt Schlüchtern und der Firma Turbowind hat der Geschäftsführer von  Turbowind,  Herr Ingo Kanira,  wörtlich gesagt, dass die herrschende mittlere Windgeschwindigkeit  einer Gegend keineswegs die wichtigste Grösse ist für die Entscheidung , wo eine WKA errichtet wird.

Man hatte den Eindruck, dass ihm diese Äusserung ungewollt herausrutschte und er sie am allerliebsten sofort hätte zurücknehmen wollen.

Leider entspricht diese Aussage der Wahrheit. Eine Gemeinde mit gesunden Finanzen wird sich ihre Infrastruktur von WKAs nicht zerstören lassen, eine hoch verschuldete Gemeinde wie Schlüchtern ist der richtige Partner für solche windige Firmen wie Turbowind.

Bei einer genauen Analyse der Ausführungen von Herrn Fritzsch und Herrn Kanira  muss man folgendes feststellen :

Falko Fritzsch, der noch vor einigen Wochen ein  Befürworter  von  WKA-Bau war, ist sehr vorsichtig geworden. Ihm ist vielleicht klar geworden, dass er mit seinem Tun seine politische Zukunft in Frage stellt.

Turbowind hat keineswegs die Finanzierung der Anlagen gesichert . Die Errichtung von zwei Betreibergesellschaften, wie sie Turbowind plant,  wird erfolglos bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein tüchtiger Breitenbacher Landwirt, der auf seinem Land ein WKA errichten lässt, sein Privatgeld einer Bürgerbeteiligung, wie sie Herrn Kanira vorschwebt, zur Verfügung stellen wird. Die Schlüchterner oder Breitenbacher als Investoren wird es nicht geben.

Von möglichen Gesundheitsschäden, wie sie zurzeit in Dänemark untersucht werden, hat Herr Kanira noch nie gehört.

Dazu kommt noch, dass man davon ausgehen kann, dass die Bundesregierung die EEG-Zulage demnächst reduzieren wird, genauso wie sie die Photovoltaik-Subvention zusammengestrichen hat. Sobald dies geschieht , werden Firmen wie Turbowind ihre WKAs nicht mehr finanzieren können.

Deshalb sollten und werden die WKA-Gegner alles mögliche tun, damit die Planungsphase der WKAs sich verlängert.

Noch eine Schlussbemerkung. Vertreter der Grünen und der FDP waren bei dieser Veranstaltung abwesend.

Dr. Michael Bloch

Übrigens: Die KN-Schlagzeile “TurboWind weist Korruptionsvorwurf zurück”  bezog sich vermutlich auf ein über ein Jahrzehnt zurückliegendes und eingestelltes Verfahren, in welchem untersucht wurde, ob u.a. Turbowind-Geschäftsführer Ingo Kanira Bürgermeister geschmiert hat, damit sie Windparks genehmigen.

Ach ja, und diesen Blick werden die Breitenbacher genießen können, wenn ihnen tatsächlich die 10 Spargel vor die Nase gesetzt werden sollten:

Breitenbach-Simulation