Schon bei der Breitenbacher Veranstaltung der BBB am 19. Januar 2015 würzte Bürgermeister Falko Fritzsch seinen applaudierten Abgang mit dem später öfters wiederholten Hinweis, 48 % des Schlüchterner Stromverbrauchs werde durch erneuerbare Energien (EE) erzeugt.

Dieser selbstgebastelte Lorbeerkranz hat einen kleinen Schönheitsfehler: Er hat nämlich mit der Realität etwa so viel zu tun wie die Behauptung, man könne mit einem Porsche Carrera (289 km/h Höchstgeschwindigkeit) von Schlüchtern aus in gut 8 Stunden  Athen (2.430 km) oder in knapp 11 Std. das Nordkap (3.134 km) erreichen. Das stimmte sogar – so man von Start bis Ziel pausenlos mit knapp 300 km/h über Europas Straßen bretterte.

Um genau eine solche Phantasmagorie handelt es sich bei Fritzschs ominösen 48%. Diese Zahl ist tatsächlich Fakt – nur dass es sich dabei um die – regelmäßig zur Täuschung der Öffentlichkeit verwendete – installierte Nennleistung handelt. Diese gibt an, wieviel Strom maximal erzeugt werden könnte. Mit anderen Worten: Es könnte tatsächlich 48 % des Schlüchterner Stromverbrauchs durch EE erzeugt werden – wenn der Wind jahrein-jahraus 24 Stunden täglich rund um die Uhr entsprechend bliese und die Sonne 24 Stunden rund um die Uhr schiene – sowie die Anlagen dabei konstant 100 % ihrer theoretisch möglichen Leistung erbrächten.

Der gesunde Menschenverstand sagt dazu: Unmöglich. Und in der Tat: Südlich von Hannover liegen die Volllaststunden von EE-Anlagen mehr oder weniger flächendeckend bei unter 15%, im Schnitt bei 11% (Wind 14%, Sonne 8%). Mit anderen Worten: Die Fritzsche Öko-Gloriole schrumpft von satten 48% auf magere gut 5% des Schlüchterner Stromverbrauchs, die tatsächlich aus Windkraft & Co. gewonnen werden. Und für diesen Fliegenschiss sollen wir die heimische Landschaft opfern? Es bedürfte mindestens 10-mal so vieler Windräder, um auf die phantastischen 48% des Bürgermeisters zu kommen. Die Bergwinkelhöhen wären dann ein einziges “Spargelfeld”.  – Hinzu kommt: Beim deutschen Klimarettungswahn geht es ja insgesamt um die Verringerung des durch alle Primärenergieträger verursachten CO²-Ausstoßes. Da der Stromanteil daran nur rund 22% beträgt (der Rest wird durch Verbrauch von Benzin, Heizöl usw. emittiert), schrumpelt das Schlüchterner Klimarettungswunder auf ein einziges lächerliches Prozentpünktchen “sauberer” Energie zusammen,..

Und, um mal die finanziellen Dimensionen in unserer Stadt aufzuzeigen: Die Schlüchterner Bürger zahlen z.Zt. rund 1,5 Mio € jählichen “Kostenbeitrag” (EEG-Subventionen) für angeblich “sauberen” Strom (der im Übrigen Wald, Vogelwelt, Lebensqualität usw. kostet). Für die 16 Windräder, die die Landschaft um Breitenbach zerstören würden, hofft der Bürgermeister 0,5 Mio €/Jahr einstreichen zu können – weil er den Versprechungen der Windkraftsubventions-Profiteure auf den Leim geht, die sich regelmäßig als falsch erweisen (nach einer Studie des Anlegerbeirates des Bundesverbandes der Windenergie e.V. aus dem Jahr 2013 liegen  bei 82% der geprüften Jahresabschlüsse die Umsatzerlöse unter dem geplanten Ansatz). Kein Wunder: Es werden viel zu viele WKA an Schwachwindstandorten wie Breitenbach gebaut. Diese Anlagen zerstören nur Natur und Landschaftsbild, bringen für die Stromerzeugung aber wenig – mästen aber die Subventionsabsahner.

Jongliert der Bürgermeister mit seinen 48% unwissend oder böswillig, um seinen Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen zu streuen? Wo liegt eigentlich sein Gewinn bei dieser Zerstörung unserer Heimat? Hofft er auf Wiederwahl?

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Bürgermeister Falko Fritzsch – Die größte Investitionsbremse Schlüchterns.

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