Das Dorf Rothhausen 20 km östlich von Bad Kissingen ist in ähnlich harmonische Landschaft eingebettet wie Breitenbach und mit 440 Einwohnern nicht viel kleiner als dieses. Seit dort 5 große Windräder gebaut werden sollen, ist in Rothhausen jedoch der Teufel los. Über 80 % der Einwohner sind gegen die Verschandelung ihrer Heimat. Das Thema Landschaftsästhetik spielt die herausragende Rolle, aber auch Fragen nach dem ökonomischen Sinn oder Unsinn des Windrad-Booms werden gestellt, insbesondere, warum Schwachwindstandorte wie Rothhausen (und Breitenbach)  mit dem Geld des Steuerzahlers gefördert werden.

Die BI “Gegenwind Rothhausen”  hat sehenswerte Videos produziert, deren erstes hier vorgestellt sei:

Ach, ich glaube, man sollte sich auch anschauen, wie die von der Politik enttäuschten, ja verzweifelten Rothhäuser in dem Video “Jetzt reden wir!” ihre Meinung sagen:

Hier wird an Betroffenen deutlich, wie tief die Entfremdung zwischen Bevölkerung und “Politik” in das Staatsvertrauen der Menschen eingreift. In Sonntagsreden wird gern das hehre Lied von der Bürgerbeteiligung gesungen (so auch der hessische Umweltminister dort, wo es ihm in den Kram passt), während gleizeitig eine beispiellose Entdemokratisierung stattfindet, um über die Köpfe der Bürger hinweg nach Investorengusto Windräder aufstellen zu können: Es wird nicht nur die Planungshoheit der Gemeinden beschnitten (eine heilige Kuh seit Freiherr vom Steins Zeiten), sondern selbst angeblich “grüne” Politiker finden plötzlich nichts mehr dabei, in hochsensiblen Landschaften, wie Vogelschutzgebieten, FFH-Gebieten (Fauna-Flora-Habitat) und Natura 2000-Gebieten Windräder zu genehmigen. Selbst in Biosphärenreservaten oder in Naturparks soll nun diese Möglichkeit eingeräumt werden.

“Steh’ auf!” heißt denn auch die Rothhäuser Anti-Windkraft-Hymne. Tenor: Wir haben nur dieses Leben und sollten uns  im eigenen Interesse und dem unserer Kinder und Kindeskinder Leben & Heimat nicht von Profithaien verleiden lassen, denen die Heimat ihrer Mitmenschen vollkommen egal ist – und die Politiker im Sack haben, die den Rechtsstaat als Selbstbedienungsladen betrachten.