Auf der Website der BI “Gegenwind im Taunus”, die sich insbesondere gegen WKA im Wald wendet, findet sich der lesenswerte Erfahrungsbericht eines Jagdpächters beim Bau von Windrädern in seinem Revier. Hier ein Auszug aus seinem 11 Punkte umfassenden Bericht:

3. Als nächstes werden die Standorte und Wege mit Pfosten markiert. Spätestens hier erkennt jeder Naturfreund die wahre Dimension dieser Projekte: Der Platz für Fundament plus dem Platz für den Aufstellkran ist riesig! Am schlimmsten sind aber die Zulieferwege: da werden (entgegen aller Behauptungen) kerzengerade und ca. 10m breite Wege, so wie sie auf dem Papier geplant wurden, markiert, die einfach quer durch den Wald führen, ganz egal, was dort wächst, welche Bäume (alte Eichen…) dort stehen. Bereits vorhandene Wege spielen nahezu keine Rolle, zumal sie sowieso nicht breit genug und belastbar genug sind. In diesem Stadium wollte ich damals immer noch nicht (gegen jede Logik) glauben, dass tatsächlich alles, was so markiert wurde, abgeholzt werden soll.

4. Nun geht es mit der eigentlichen Naturzerstörung los: große Baumaschinen rücken an. Es werden riesige Fundamente ausgehoben. Auch wird auf den geplanten Zufahrtswegen alles abgeholzt, was dort mal stand. Kerzengerade, 10m breite Schneisen der Verwüstung quer durch den Wald sind die Folge. Die abgeholzten Bäume bleiben einfach in der Gegend liegen. Nur ein kleiner Teil wird überhaupt forstwirtschaftlich verwertet. Kleinere Sträucher und Gebüsch wird einfach von Planierraupen an die Seite geschoben (und bleibt da liegen). Das ganze dauert ca. ein halbes Jahr. Wildtiere gibt es schon lange nicht mehr dort…

Hier der vollständige Bericht.