Am Beispiel des  BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger zeigt Enoch zu Guttenberg  die Doppelmoral vieler windkraftaffiner “Naturschützer” auf. Guttenberg war Mitbegründer des BUND, aus dem er 2012 aus Protest gegen dessen positive Haltung zum zügellosen Windkraftausbau austrat (Begründung in FAZ 12. 5. 2012: “Ich trete aus dem BUND aus”)

Enoch zu Guttenberg nahm einige Passagen aus Weigers Vorwort zu dem Buch von Klaus Arbter: Bilder meiner Landschaft (2012) zum Anlaß, um die wohltönenden Worte des BUND-Vorsitzenden als hohle Phrasen zu entlarven:

Hubert Weiger: „Eigentlich sind die Wurzeln des Naturschutzes im Landschaftsschutz zu suchen.“

Enoch zu Guttenberg: „Das, Professor Dr. Weiger, ist die Wahrheit! Nichts als die Wahrheit! Aber zu welchem Judas-Lohn sind diese Wurzeln zerstört, verraten und verkauft worden!“

Huber Weiger:„Die traditionell arten- und strukturreiche Kulturlandschaft ist zunehmend durch ungestoppten Flächenverbrauch bedroht.“

Enoch zu Guttenberg: „Auch diese Feststellung des BUND-Vorsitzenden ist wieder nichts als die Wahrheit! Aber eine entlarvende Wahrheit, bedenkt man den bisher rasantesten Flächen- und Horizontverbrauch aller Zeiten in unserem Land durch Windkraft- und Solaranlagen.

Und dennoch gehen Prof. Dr. Weiger die brutalen Vergewaltigungen von Natur- und  Landschaft immer noch zu langsam. Anders sind seine Appelle an die bayerische Staatsregierung zur Beschleunigung des Windkraftausbaus nicht zu verstehen.

Es ist ein Hinterhofwitz des Naturschutzes, dass gerade der Vorsitzende des “Bund Umwelt und Naturschutz” die Windkraftindustrialisierung ausgerechnet in Landschaftsschutzgebieten und in Naturparks fördert und erklärt, im Straßenverkehr würden noch mehr Vögel getötet. So könnten sich auch die kriminellen Vogelfänger in Südeuropa herausreden.

Schwarzstörche, See-und Fischadler, Uhus, Rotmilane und Fledermäuse finden sich eben nicht auf der Totenliste des Straßenverkehrs. Auch ist es nicht mehr zu übertreffender Zynismus, die horrende Zahlen toter Tiere gegenzurechnen.“

 

Hubert Weiger: „Das Bekenntnis zur Schönheit einer Landschaft und deren Schutzwürdigkeit ist Voraussetzung für einen wirkungsvollen ganzheitlichen und auch emotionalen Naturschutz.“

Enoch zu Guttenberg: „Die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Urhebers dieser Weisheit erledigt sich von selbst. Der von skrupellosen Vandalen in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten durch Windradindustrie gewonnene Strom wird dann auch noch verlogen als “Öko- oder Naturstrom” gepriesen.“

 

Hubert Weiger: „Wir müssen heute mehr denn je mit der Schönheit gegen die Hässlichkeit kämpfen. Werden wir auch bald ins Museum gehen, um schöne Landschaften zu betrachten?“

Enoch zu Guttenberg: „Diese Frage des Professors kann getrost mit „JA“ beantwortet werden, jedenfalls solange, wie der BUND weiter seine zynische Energiepolitik betreibt.“

 

Hubert Weiger: „Auch werden Naturzerstörungen nun genau bilanziert und berechnet. Mit diesen Mitteln und Begriffen werden mittlerweile auch Straßen, Atomkraftwerke oder Flächenverbrauch „nachhaltig“ und mit komplexen Zahlenspielereien und sogenannten Ausgleichsmaßnahmen schöngerechnet.“

Enoch zu Guttenberg: „Ob die ehrenamtlichen BUND-Chargen vor Ort überhaupt wissen, was ihr oberster Dienstherr da verkündet? Ist nicht das “Schönrechnen” bei Windkraftanlagen oft ihr tägliches Brot? Oder sind tatsächlich Windräder, wie das ein vom Bund Naturschutz in Bayern dekorierter Bürgermeister die Presse wissen ließ, eine „Bereicherung der eher einfachen Landschaft im Naturpark Frankenwald“? Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist ja auch hingerissen von der Ästhetik dieser monströsen Industrietürme. Und gilt das Gleiche auch für die unzähligen Hektar Fotovoltaik-Anlagen mitten in unseren Naturparks?

Eigentlich müsste doch der BUND alle im Handel befindlichen Exemplare dieses hinreißend schönen Buches “BILDER MEINER LANDSCHAFT” von Klaus Arbter aufkaufen und einstampfen. Geld dürfte keine Rolle spielen, denn davon verdient der BUND auf seine Weise genug.

Noch vor kurzem haben viele Millionen Menschen dem ADAC vertraut. Hoffentlich lassen die Sonntagsreden des Landschaftsästheten Prof. Dr. Weiger gemessen an seinen Taten nicht ähnlich Böses erwarten. Vorerst vielleicht noch nicht, denn ein paar vom BUND hochherzig als schützenswert beschiedene Fleckchen gibt es noch in unserem Land. Sie werden vehement verteidigt – als “Landschaftsmuseen” eben. Da hat der Professor Weiger mit seiner „weisen“ Voraussicht schon recht.“

Guttenberg, den 31. März 2014

Quelle: Unser Hessenreuther Wald – Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern e.V


s.a. Vortrag Enoch zu Guttenberg Bad Orb 9. Oktober 2013.


In seinem Vortrag über Unsinnigkeiten der “Energiewende” spricht Dr. Detlef Ahlborn ebenfalls die Doppelmoral der Naturschützer an (im Video ab Min. 29:30).