Am 9. Oktober 2013 sprach Enoch Freiherr zu Guttenberg in Bad Orb sehr bewegend über den Wert von Landschaft und Natur, die vor selbsternannten “Naturschützern” zu schützen seien. Er sagte unter anderem:

Verblendet und zynisch scheinen mittlerweile ausgerechnet jene, die uns vor der Klimakatastrophe, vor dem atomaren Super-Gau, vor der Vergeudung unserer letztverbliebenen Ressourcen retten wollen, und die nun stattdessen unsere letzten menschlichen, natürlichen, nicht urbanisierten Lebensräume in monströse Industriegebiete verwandeln, nicht nur ganze Wälder, sondern Horizonte mit ihren Windkraftanlagen zerstören und die Felder und Wiesen mit hektargroßen Solar-“Parks” unwiederbringlich verwüsten.

Gegen solche selbsternannten Weltverbesserer gilt es zu kämpfen. […]

Sonnen- und Windenergie gehören … fraglos zu den Pfeilern eines neuen, nachhaltigen Energiekonzepts.

Aber wer damit das Klima wirklich schützen will, hat Wald zu erhalten, statt ihn abzuroden, hat ökologische Systeme und Kreisläufe zu sichern, statt sie zu zerstören, hat Energie nur dort zu produzieren, wo sie tatsächlich effizient und zugleich landschaftsschonend gewonnen werden kann. […]

Nichts gegen Windkraftanlagen, wo immer sie ökonomisch sinnvoll und zugleich ökologisch vertretbar bleiben. […]

Lassen Sie uns klarmachen, dass Windräder derzeit in aller Regel nicht dort installiert werden, wo Wind weht und wo man wegen bestehender Industrieansiedlungen viel Strom benötigt, sondern dort, wo die Gemeinden pleite sind.

Wie in Schlüchtern.

Im Folgenden das Video der Rede (Text auf Vernunftkraft.de):

Enoch zu Guttenberg war Mitbegründer des BUND, aus dem er 2012 aus Protest gegen dessen positive Haltung zum zügellosen Windkraftausbau austrat (Begründung in FAZ 12. 5. 2012: “Ich trete aus dem BUND aus”).